06/2010 - (Wann) wird das Passivhaus Alltag? Trends von der Internationalen Passivhaustagung in Dresden 2010
(Wann) Wird das Passivhaus Alltag?
Trends von der Internationalen Passivhaustagung in Dresden 2010 Es war bereits die 14. Passivhaustagung und die erste in Dresden, die erste auch in den Neuen Bundesländern. Vom 28. bis 29. Mai diskutierten im Internationalen Congress Center an der Elbe mehr als 1.000 Teilnehmer aus 46 Ländern. Eine Community, die immer internationaler wird. Zwar stehen die meisten der inzwischen rund 22.000 gebauten Passivhäuser im deutschsprachigen Raum. Hier ist das Produkt, das fast ohne Heizung auskommt, vor fast 20 Jahren entwickelt worden und von hier geht es in die Welt. Nicht nur bei den europäischen Nachbarn, etwa in Polen, Tschechien und Kroatien, auch in Kanada, USA, China und Japan findet man bereits zertifizierte Passivhäuser.
Passivhäuser als wachsendes Arbeitsfeld für Forschung, Industrie und Handwerk
In Deutschland ist eine ganze Industrie entstanden, die nicht nur leicht zu verarbeitende Wärmedämmverbundsysteme oder hochwärmedämmende Ziegelsteine hervorgebracht hat, sondern auch Dreischeiben-Energiegewinnfenster mit erstaunlichen Dämmwerten, inzwischen auch als raumhohe Glasschiebeelemente in den verschiedensten Ausführungen, nahezu geräuschlose, effiziente Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, Wärmepumpen, Konstruktionen für wärmebrückenfreie Fassaden, intelligente Speichermaterialien für Leichtbauwände und und und. Der Anteil von Dreischeibenverglasung bei neu errichteten Gebäuden lag in Deutschland 2009 bei 20 %, für 2010 wird mit einer Verdopplung auf 40 % gerechnet. Passivhauskomponenten erobern sich mit steigenden Energiepreisen und neuen Anforderungen der Energieeinsparverordnung allmählich auch einen Platz in „normalen“ Bau- und Sanierungsvorhaben. Handwerksbetriebe profitieren in vielen Fällen ebenfalls von diesem Trend. Hier besteht eine Chance zum Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten ebenso wie zum Export von Know How.






