03/2006 - Probewohnen im Passivhaus
Welcher Bauherr würde beim Anblick der Pläne für sein Haus nicht gern im Vorhinein wissen wollen, wie es sich anfühlt, wenn man in diesen Räumen dann wirklich wohnt.
Bei einem Passivhaus wird es erst recht schwierig, vom Papier her eine Vorstellung von der künftigen Raumatmosphäre zu entwickeln. Fühlt sich die Luft tatsächlich Tag und Nacht frisch an ohne zu lüften? Arbeitet die Lüftung geräuschlos? Empfindet man die Luft vielleicht als trocken, zu warm, zu kalt? Wie lässt sich die Zimmertemperatur beeinflussen? Darf man die Fenster öffnen oder die Türen im Haus offen stehen lassen?
Auf all diese Fragen können Bauherrenfamilien jetzt ihre eigene Antwort selbst herausfinden: In Sachsen kann man Probewohnen im Passivhaus!
Familie Zeuner aus Schkortitz bei Grimma (Muldental) hatte im November 2005 die Idee, die Einliegerwohnung in ihrem 2004/05 errichteten, vom Institut in Darmstadt zertifizierten Passivhaus als Ferienwohnung zu vermieten. Von hier aus kann man zum Beispiel die Burgen, Schlösser und Klöster der Umgebung erkunden oder auch nur für eine Übernachtung ein Gefühl für den unaufdringlichen Komfort eines Passivhauses entwickeln. Der Hausherr Herr Zeuner, der beim Bau viel in Eigenleistung geschaffen hat, ist ein erster Ansprechpartner für Fragen rund ums Passivhaus. Auch der Architekt dieses Hauses, zugleich Geschäftsführer der passivhauserfahrenen Baufirma BMB aus Grimma, Mitglied der IG Passivhaus Darmstadt, hat seine Bereitschaft erklärt, auf Wunsch hinzuzukommen und praktisch eine Art lockeren, individuellen Vor-Ort-Workshop im Grünen zu veranstalten.
Ob mehr Kurzurlaub oder mehr „Workshop”: Über das Netzwerk stellen wir gern den Kontakt her.






